Eigene Fehlerseiten
Letztes Update am Freitag, dem 16. Dezember 2011
Eigene Fehlerseiten erhöhen die Benutzerfreundlichkeit einer Webseite enorm, da immer die Möglichkeit besteht, dass z. Bsp. eine Seite nicht angezeigt werden kann oder dem Besucher der Zugriff auf eine Seite nicht erlaubt ist. In diesem Artikel wird beschrieben, wie man die Standardfehlerseiten von Apache, ab Version 2.0 (für ältere Versionen siehe unten) unter Debian 5, durch eigene ersetzt.
Man benötigt dazu das Recht die Konfigurationsdatei des Apache, zu finden unter /etc/apache2/, bearbeiten zu können. Eine Konfiguration über eine .htacces-Datei ist leider nicht möglich, da diese nicht global, sondern nur ordnerspezifisch arbeitet. Fehlerseiten können für jeden (virtuellen) Host definiert werden. Dazu muss man folgende Zeilen in die Konfiguration des entsprechenden (virtuellen) Host eintragen:
ErrorDocument 401 ‘Zugriff verweigert!’
ErrorDocument 403 ‘<p style=”color: red;”>Aktion nicht erlaubt!</p>’
ErrorDocument 404 /pfad/zu/den/eigenen/fehlerseiten/fehler_500.html
ErrorDocument 500 http://interner_fehler.example.com/
Die Direktive ErrorDocument ### (Die Rauten stehen für einen HTTP-Statuscode) teilt dem Apache mit, dass wenn der Fehler mit diesem Statuscode eintritt, soll entweder eine einfache Textmeldung, ein mit CSS formatierter HTML-Text, eine eigene Fehlerseite oder eine beliebige URL angezeigt werden.
Abschließend muss nur noch der Apache neu gestartet bzw. die Konfiguration neu geladen werden. Das geschieht über folgenden Befehl auf der Konsole:
/etc/init.d/apache2 reload
Sollten die eigenen Fehlerseiten nicht angezeigt werden wiederholen Sie den Befehl, ersetzen aber reload durch restart.
Bei der Version 1.3 des Apache ist zu beachten, dass die beginnenden/beendenden Zeichen keine doppelten (“”) einfachen (”), sondern einfache (”) doppelte (“”) Anführungszeichen sein müssen. Ansonsten ist die Syntax identisch.
UPDATE (17.08.2010): Bei meinen Tests haben die absoluten Pfadangaben nicht funktioniert. Erst als ich einen Alias für den Ordner, in dem sich die Fehlerseiten befanden, angelegt hatte lies sich der Apache neu starten. Ebenfalls kam bei den Tests heraus, dass es anscheinend nicht möglich ist bei einem 401er-Fehler eine Weiterleitung zu einer vollständigen URL anzugeben. Bei den anderen ging dies jedoch problemlos.
Dieser Artiekl wurde am Samstag, dem 10. Juli 2010 von Buckshot erstellt.
Er gehört zu folgenden Kategorien: Apache, Netzwerk, Server, Webserver
Hallo. echt eine Prima Webseite…Super Post, Danke…